Die meisten Menschen kennen das Zwerchfell nur als Atemmuskel. In der klinischen Praxis ist es jedoch weit mehr als das.
1Was macht das Zwerchfell?
- Es ist die wichtigste Antriebskraft des Lymphflusses. Der bei jedem Atemzug entstehende Druckunterschied setzt die Lymphe in Bewegung.
- Es unterstützt den venösen Rückfluss. Es spielt eine Rolle beim Rückfluss des Blutes aus den unteren Extremitäten zum Herzen.
- Es beeinflusst die Beweglichkeit der inneren Organe. Leber, Magen und Darm verändern bei jedem Atemzug ihre Lage.
- Es sendet Signale an das Nervensystem. Tiefe, freie Atmung vermittelt die Botschaft „Sicherheit“, flache, eingeengte Atmung die Botschaft „Stress“.
2Warum untersucht der Osteopath das Zwerchfell?
Das Zwerchfell steht in direkter Verbindung mit dem Nacken (über den Nervus phrenicus), den Rippen, der Wirbelsäule und dem Beckenboden. Ist seine Bewegung eingeschränkt, kann an jedem Glied dieser Kette ein Symptom entstehen – Nackenschmerzen, Kieferverspannung, Verspannung im Rücken oder unerklärliche Müdigkeit.
Wir schauen nicht darauf, wo der Schmerz ist, sondern woher er kommt.
— Dr. Elfana Suleymanova, Leiterin des Zentrums · Ärztliche Osteopathin (Internistin)