Die Osteopathie entstand vor 140 Jahren in Amerika und wird heute in den Ländern Europas breit angewendet. Dieser Methode liegen drei Prinzipien zugrunde: die Einheit des Organismus, der enge Zusammenhang zwischen Struktur und Funktion und die Selbstheilungsfähigkeit des Körpers.
1Was macht ein Osteopath?
Viele Menschen glauben, ein Osteopath würde einfach nur massieren. Das stimmt so nicht. Der Osteopath untersucht zunächst den Körper als Ganzes und versucht herauszufinden, woher der Schmerz kommt. Manchmal sitzt der Schmerz im Nacken, die Ursache kann aber in der Schulter, im Rücken, im Becken oder in den inneren Organen liegen.
Mit sanften manuellen Techniken werden verspannte Muskeln gelockert, die Beweglichkeit der Gelenke wiederhergestellt und die Voraussetzungen für eine normale Funktion des Körpers geschaffen. Der Osteopath arbeitet nicht mit den Knochen – sondern mit Muskeln, Faszien und dem Nervensystem. Löst sich die Spannung, kehren die Wirbel von selbst in ihre natürliche Bewegung zurück.
2Ablauf des Termins
- Anamneseerhebung – Beschwerden, Beginn der Schmerzen, Lebensstil
- Vertikale Untersuchung – Haltung, Symmetrie und Körperbalance werden im Stehen beurteilt
- Horizontale Untersuchung – Erkennen von Muskelblockaden und Verspannungszonen im Liegen
- Bei Bedarf Überweisung zu weiteren apparativen oder Laboruntersuchungen
- Diagnosestellung und Erstellung eines individuellen Behandlungsplans
- Abstimmung des Plans mit dem Patienten und Umsetzung
3Wie fühlt man sich nach der Sitzung?
Eine osteopathische Behandlung setzt die Selbstheilungsprozesse des Körpers in Gang. Nach der ersten Sitzung kann der Körper auf zwei Arten reagieren: mit Leichtigkeit und Entspannung oder mit Müdigkeit, leichten Schmerzen und manchmal einem Temperaturanstieg. Beide Reaktionen sind normal und klingen in der Regel innerhalb von 2–3 Tagen ab.
In welchen Fällen kann man sich an uns wenden?
- Kreuz-, Nacken-, Rücken- und Schulterschmerzen
- Bandscheibenvorfall und Bandscheibenprotrusion
- Skoliose, Kyphose, Lordose, Haltungsstörungen
- Kopfschmerzen und Migräne
- Gelenkschmerzen, Arthrose
- Funktionsstörungen innerer Organe
- Schmerzen in der Schwangerschaft
- Entwicklungsprobleme bei Säuglingen und Kindern